NEIN zur massiven Aufstockung des Fliegerhorstes Nörvenich!

Aktualisiert: Apr 7

Matthias W. Birkwald MdB und DIE LINKE unterstützen Menschen in den Kreisen Düren und Rhein-Erft gegen drohende Verdopplung der Flugstunden am Luftwaffenstandort.

An den Fliegerhorst bei Nörvenich sollen bald 25 Tornado-Kampfflugzeuge und bis zu 450 Mann Personal vom Fliegerhorst Büchel verlegt werden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN Bundestagsabgeordneten Kathrin Vogler hervor. Demzufolge sollen während der fast vierjährigen Baumaßnahmen in Büchel vom Juni 2022 bis zum Februar 2026 die Flugbewegungen am Luftwaffenstandort im Kreis Düren massiv aufgestockt werden. Anwohnerinnen und Anwohner aus Nörvenich, aber auch aus den anliegenden Kommunen Kerpen und Erftstadt aus dem Rhein-Erft-Kreis sind verständlicherweise empört. „Schon jetzt beschweren sich die Menschen zwischen Erft und Rur zu Recht über die Lärm- und Geruchsbelästigung durch die militärischen Flugbewegungen“, bemerkt der Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald. Der Kölner Abgeordnete, der seit Jahren in Erftstadt ein Bürger:innenbüro unterhält, zieht den Sinn der Verlegung in Zweifel.


Valenthin Veithen, Sprecher der LINKEN im Kreis Düren, kritisiert: „Die Belastungen, die auf die Anwohnerinnen und Anwohner zukommen, stehen in keinem Verhältnis zu den fehlenden Begründungen seitens der Bundesregierung.“ Für viele Menschen in den Kreisen Düren und im Erftkreis sei es schon Zumutung genug, dass der ansässige Fliegerhorst in Atomkriegsübungen einbezogen werde. „Die mehrjährige Aufstockung bedeutet eine merkliche Beeinträchtigung der Lebensqualität“, warnt Veithen.


Auch Stefan Söhngen, Geschäftsführer der LINKEN im Rhein-Erft-Kreis und Bundestagskandidat der LINKEN im Wahlkreis 92, der Kerpen und Erftstadt umfasst, lässt kein gutes Haar an der geplanten Verlegung: „Es liest sich doch wie ein schlechter Witz, wenn die Bundesregierung in ihrer Antwort an die Abgeordnete Kathrin Vogler behauptet, sie wolle ‚den militärischen Flugbetrieb in Deutschland so gering wie möglich (…) halten und möglichst gleichmäßig über Deutschland (…) verteilen‘, und dann selbst von 18.000 militärischen Flugbewegungen jährlich am Standort Nörvenich ausgeht.“ Das sollten die Bürgerinnen und Bürger vor Ort nicht auf sich sitzen lassen, befindet der junge Kandidat.


„Wir lehnen diese Maßnahme als Ganze ab“, betont Matthias W. Birkwald. „Die Bundesregierung kann sich sicher sein, dass wir hierzu unsere Kritik deutlich machen werden“. In Übereinstimmung mit der LINKEN in Düren und Rhein-Erft unterstreicht der Abgeordnete: „Die Menschen in den Kreisen Düren und Rhein-Erft können sicher sein, dass wir ihre Zurückweisung dieser massiven Aufrüstung von ihrer Haustür nach besten Kräften unterstützen werden. Diese Maßnahme ist schließlich auch im Hinblick auf Lärmschutz und Klimaschutz unverantwortlich.“

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