Afghanistan: Bestürzung und Trauer


Mit großer Bestürzung und Trauer habe ich die Bilder und Ereignisse aus Afghanistan zur Kenntnis genommen.

Besonders schockierend ist die Lage der sogenannten Ortskräfte, also diejenigen die z.B. als Übersetzer:innen den westlichen Kräften geholfen haben. Die Ortskräfte werden nun von den Taliban hingerichtet, weil sie mit dem Westen kooperiert haben. Das wäre verhinderbar gewesen, Grüne und LINKE hatten eine Evakuierung der Ortskräfte bereits im Juni im Deutschen Bundestag beantragt, dies wurde von CDU, SPD und AfD bei Enthaltung der FDP abgelehnt.

Mit dem Fall Kabuls geht auch der Afghanistan Krieg endgültig zu Ende. Er steht beispiellos für das Scheitern von westlichen Militärinterventionen. Der Afghanistan Krieg wurde von der Nato verloren, auch das muss man klar festhalten. Letztlich war der Einsatz sinnlos, da es nach mehr als 20 Jahren eine erneute Machtübernahme der Taliban gab.

Die Bundeswehr war in ihrer Ausbildungsmission nicht in der Lage die afghanische Armee so auszubilden, dass sie gegen die Taliban standhält. Das muss aufgearbeitet werden. Letztendlich ist jeder Tote in diesem Krieg sinnlos gestorben.

Grade deshalb braucht es einen außenpolitischen Paradigmenwechsel, weg vom gescheiterten Interventionismus hin zu einer Politik, die die Diplomatie in den Mittelpunkt stellt.

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