In Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das ist mein politisches Leitbild. Ich habe mich über die Auswirkungen der Flüchtlingskrise 2015 politisiert. Das Menschenrechte anscheinend nicht mehr universell gültig sind, sondern man Kinder im Meer ertrinken lässt, hat mich damals wie heute politisch erschüttert.

​Mittlerweile beschäftige ich mich mit hauptsächlich mit der Armut und der sozialen Frage in Deutschland, auch hier wird die Würde des Menschen zu oft verletzt. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf, viele Rentner:innen bekommen eine viel zu geringe Rente, die ihre Lebensleistungen nicht widerspiegelt, und dank Leiharbeit, Kettenbefristung und Werkverträgen sind reguläre und sichere Arbeitsverhältnisse zur Seltenheit geworden.

Für meine Eltern als Verwaltungsangestellte und Rettungsassistent galt noch das alte Aufstiegsversprechen der Bundesrepublik, dass es ihre Kinder besser haben werden als sie selbst. Ich bin der Erste aus meiner Familie mütterlicherseits, der das Abitur gemacht hat und studieren durfte.

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Aber dieses Versprechen gilt für zukünftige Generationen nicht mehr : die Preise steigen stärker als die Löhne, Armut wird vererbt, Wohnungen und Eigentum sind für Normalverdiener:innen fast unbezahlbar und der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen.

Ich trete an, um dieses Aufstiegsversprechen zu erneuern: wir brauchen dringend höhere Löhne, sichere Arbeitsverhältnisse, eine Wohnraumoffensive und einen Green-New-Deal, um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Wir brauchen einen besseren Zugang zu Bildung, gezielte Förderung und eine staatliche Jobgarantie, um das Vererben von Armut zu verhindern.

Für all diese Themen und Ideen möchte ich mich im Wahlkampf, gemeinsam mit meiner Partei DIE LINKE einsetzten, für ein Deutschland, ein Europa und eine Welt: in der die Menschenrechte universell gelten, niemand in Armut aufwachsen muss und unsere Kinder es besser haben werden als wir. - Stefan Söhngen DIE LINKE

 
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